Karobluse im Nebelmonat

von | 16. November 2015 | Fashion | 6 Kommentare

karohemd collageHeute bin ich wieder mit einem neuen Herbst-Outfit und ein paar persönlichen Zeilen am Start. Weil der diesjährige November so gar kein typischer Nebelmonat ist, sondern mich vielmehr an den goldenen Oktober erinnert, kombiniere ich meine neue Karobluse von NEW LOOK (via ABOUT YOU) mit einer gekrempelten Jeans, die viel Wind aber wenig Kälte an meine Knöchel lässt. Dazu der süße Collegepullover von MANGO und den Wollhut von REVIEW.
Auch wenn ich den Herbst in all seinen Facetten liebe, warte ich aktuell sehnsüchtig auf den Wintereinbruch. Winterreifen sind aufgezogen, der Schrank voll dicker Winterkleidung und die Weihnachtsdeko wartet nur darauf, endlich wieder zum Einsatz zu kommen. Ich bin vorbereitet. Zwar genieße ich noch jeden Strahlen der Herbstsonne, doch kommt es mir einfach ein bisschen falsch vor, wenn das Thermometer Mitte November noch 12 Grad anzeigt. Ich brauche dich, Winter.

Ich möchte mir zwei Schals um den Hals wickeln und die Mütze so tief ins Gesicht ziehen, dass der beißend kalte Schneewind mich nicht ersticken lässt. Der frische Schnee knirscht unter meinen Füßen. Die gemeine Eiseskälte kriecht von Minute zu Minute immer weiter in mich herein. Bald ist mein Körper taub, wie halb erfroren.
Ich erkenne Wellen, die der Wind in den Schnee zeichnet. Sie erinnern mich an die Linien in deinem Gesicht. Erinnern mich an vergangene Zeiten. Wie weh es tat, fühle ich nicht mehr. Ich bin taub, wie halb erfroren.
Nur die Bilder werden immer in meinem Kopf bleiben, wie eine Playlist, die bei jedem Hochfahren des PC’s ungebeten zu Spielen beginnt. Ich ziehe meine Mütze noch weiter ins Gesicht und gehe mit strammen Schritten weiter, versuche die Playlist auf stumm zu stellen. Verliere mein Ziel nicht aus den Augen.
Der Winterspaziergang weckt in mir neue Lebensgeister. Ich fühle mich wie neugeboren, wenn danach im Warmen jeder Zeh nach dem anderen wieder auftaut. Aus einem eiskalten, kahlen Etwas kommt etwas Neues hervor. Nach etwas Schlechtem, folgt etwas Gutes. Diese Gewissheit ist tröstlich und genau das, was ich am Winter liebe. Meine Lippen formen ein anderes Lied, als das was immer in meinem Kopf zu spielen beginnt. Es geht weiter. Dieses neue Lied ist gut.    

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6 Kommentare

  1. Tine

    Kann ich bitte sofort deine Schuhe haben? 😀
    Cooles Outfit und obwohl ich doch zur Streifenfraktion gehöre, finde ich die Bluse richtig toll 🙂

    Liebste Grüße
    Christine

    http://fairytaleoflife.com/

    Antworten
    • Amy

      Ich kann sie dir gerne mal ausleihen 😉

      Antworten
  2. Sarah

    Wow, super schönes Outfit. Hätte mir dazu nur offene Haare gewünscht ^_^

    Antworten
    • Amy

      Danke liebe Sarah, bei dem Wind war ich allerdings froh, dass mir nicht noch mehr Haare ins Gesicht wehten 🙂

      Antworten
  3. Sarah

    Mein Ex fand den selbstgemachten Adventskalender peinlich.

    Antworten
    • Amy

      Oh, wie gemein! Aber umso besser, dass du dich dann davon in diesem Jahr nicht hast unterkriegen lassen!
      Liebe Grüße,
      Amy

      Antworten

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