Iced Matcha Latte

von | 05. August 2020 | Food | 0 Kommentare

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Ich weiß noch, als vor einigen Jahren die Matcha-Welle von Asien nach Deutschland schwappte und sich erst einmal jeder über den abenteuerlich grünen Tee mit den sagenumworbenen Wirkungen wunderte. Ich war super schnell „gehooked“, weil der leicht algige Geschmack und die sanfte Koffeinwirkung genau meins sind. Zeitweise war ich so begeistert, dass ich sogar meinen morgendlichen Kaffee durch einen herrlichen Matcha Latte ersetzte – und das will bei mir Kaffeeliebhaberin schon etwas heißen. Aber nach der anfänglichen Euphorie bereitete ich mir dann leider doch immer seltener einen Matcha zu. Und der Grund dafür ist total banal: Der Knopf auf die Kaffeemaschine ist am Ende etwas bequemer, als die zeremoniell angehauchte Matcha-Zubereitung.
In den letzten Wochen habe ich aber wieder zurückgefunden zum grünen Pulver – und liebe es mehr denn je! 

Matcha Zubereitung mit Schale, Besen und Kerzen für eine schöne Teezeremonie.

Was ist eigentlich das Besondere an Matcha?

Bei Matcha, was japanisch „gemahlener Tee“ bedeutet, werden die Blätter der Tencha-Teepflanze zu feinem Pulver gemahlen. Matcha gehört zu den sogenannten Schattentees. Für diese besondere Anbautechnik werden die Pflanzen auf den Teeplantagen vier Wochen vor der Ernte mit Netzen oder Bambusmatten abgedeckt. Durch das reduzierte Sonnenlicht produzieren die Blätter so richtig viel grünen Blattfarbstoff, also Chlorophyll. Dabei entwickeln sie ihre typische grüne Farbe und den feinen, leicht süßlichen Geschmack. Vor dem Mahlen werden die Blätter sogar von Blattrippen und dem Strunk getrennt – denn nur der wertvollste Teil des Blattes wird zu Pulver verarbeitet. Diese aufwendige Herstellung erklärt auch den recht hohen Preis. Eine kleine Dose von qualitativ hochwertigem Matcha kann gut und gerne zwischen 25 und 50 € kosten.

Matcha Zubereitung Zuhause

Für eine normale Tasse Matcha übergießt man 1-2 g des Pulvers mit 80 Grad heißem Wasser. Mit Hilfe des Bambusbesen wird der Tee dann aufgeschlagen, sodass er an der Oberfläche richtig schaumig wird. Das geht am besten, wenn man mit dem Besen Achten schwingt.
Da ja nun diese Woche im ganzen Land so richtig Hochsommer-Temperaturen angesagt sind, habe ich hier erst einmal ein simples und leckeres Rezept für Iced Matcha Latte, bevor es weiter unten noch mehr Infos zu dem besonderen Tee gibt. Das Getränk geht nämlich auch ziemlich gut kalt und schwuppdiwupp zaubert es Dir eine Portion Sommer ins Glas.

Rezept für Iced Matcha Latte

Zutaten für 2 große Gläser
1 TL Matchapulver (meine verwendete Sorte heißt „Mittsu“. Das Produkt wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt von Matcha Karu.)
80 ml heißes Wasser
500 ml Hafermilch
1-2 TL Agavendicksaft oder Honig
Eiswürfel

Zubereitung

  1. Die Gläser für 10 Minuten ins Gefrierfach stellen.
  2. Matcha mit heißem Wasser schaumig aufschlagen bis sich das Pulver komplett aufgelöst hat. Agavensaft, Honig oder andere Gewürze (zum Beispiel Vanille) unterrühren.
  3. Die Gläser mit Eiswürfel füllen. Matcha mit Haferdrink oder anderer Milch mischen und in die Gläser gießen. Den Iced Matcha Latte bei Bedarf noch mit etwas Milchschaum toppen und genießen.

Iced Matcha Latte auf Eis.

Wirkung von Matcha

Besonders die Inhaltsstoffe sind es, für die der Matcha so sehr geliebt wird. Anders als bei normalem Tee nimmt der Konsument beim Matcha kein Extrakt zu sich, sondern schluckt das ganze Blatt, wenn auch in pulverisierter Form. Neben Koffein bzw. Teein gibt es noch einen weiteren Inhaltsstoff, der oft genannt wird, wenn es um Matcha geht. Laut einer Studie von US-Forschern an der University of Colorado in Colorado Springs, nehmen Matcha-Trinker dreimal so viel der Substanz EGCG auf wie normale Grünteekonsumenten. EGCG steht für Epigallocatechingallat und ist eine Substanz mit starker antioxidativer Wirkung. Es gibt verschiedene Studien die zeigen, dass sich bestimmte Krankheiten durch EGCG-Einnahme vorbeugen oder heilen lassen. Auch soll zum Beispiel die Fettverbrennung dadurch angekurbelt werden. Allerdings steht das alles noch auf sehr wackeligen Beinen. Nur weil Substanzen in Tees in Laborstudien zeigen, dass sie eine bestimmte Eigenschaft besitzen, die positiv sein könnte – heißt das noch lange nicht, dass diese positiven Effekte auch in klinischen Studien – also bei echten Patienten – bewiesen werden können. Und so ist es auch aktuell noch mit EGCG. Grundsätzlich stehe ich solchen Gesundheitsversprechen daher skeptisch gegenüber.

Nichtsdestotrotz ist Matcha und auch Grüntee für mich ein Getränk, dass ich gerne genieße. Er gibt mir das Gefühl, mir etwas Gutes zu tun. Dabei geht es nicht unbedingt um belegbare gesundmachende Inhaltsstoffe, sondern vielmehr um die kleine Pause im Alltag, das Aufgießen des Tees, das Einatmen der angenehmen Aromen und das langsame Schlürfen – all das übt auf mich einen positiven Effekt aus, weil ich herunterkomme, kurz durchatme und diese kleine Ruheoase genieße.

Funktioniert Matcha auch als Booster beim Sport?

Als Läuferin hat es mich schon länger interessiert, ob Matcha auch als Booster beim Training funktioniert. Das enthaltene Koffein wirkt aufputschend, keine Frage, aber würde ich einen Unterschied merken, wenn ich einmal ohne und einmal mit Matcha die gleiche Route joggen würde?

Da ich mein Smartphone beim Laufen generell Zuhause lasse und auch keine Sportuhr besitze, kann ich Dir jetzt leider keine fancy App-Screenshots über meine Leistungen zeigen. Aber ich versuche die Ergebnisse einmal so zusammenzufassen:

In beiden Fällen bin ich nachmittags etwa 3 Stunden nach der letzten Mahlzeit losgelaufen. Die Wetterbedingungen waren ähnlich. Zwischen den Läufen hatte ich 2 Tage Ruhepause. Die ausgewählte Route ist 4,8 km lang. Ich bin generell keine besonders schnelle Läuferin und so brauche ich je nach Verfassung für diese Strecke meist um die 30 Minuten.

Lauf 1 – ohne Matcha
Ich fühle mich wie immer. Während des letzten Drittels, wo es bergauf geht, komme ich etwas aus der Puste, aber alles im Rahmen. Ich habe für die Strecke 28 Minuten gebraucht.

Lauf 2 – mit Matcha
Den Matcha trinke ich etwa 30 Minuten vor dem Lauf. Währenddessen fühle ich mich tatsächlich etwas wacher und energiegeladener. Bergauf fühlt es sich so anstrengend an wie immer. Allerdings komme ich schneller durch, weil ich zwei grüne Ampeln gerade zu überfliege, wo ich sonst immer warten muss. Meine Laufdauer betrug hier 25 Minuten.

Mit Matcha war ich also tatsächlich schneller unterwegs. Durch mein verändertes Tempo hatte ich keine Wartezeit an den Ampeln, die ansonsten immer meine Zeit etwas „verschlechtern“. Wer die Trainingsergebnisse vielleicht mal etwas pushen möchte, für den ist es auf jeden Fall einen Versuch wert, Matcha als Booster auszuprobieren. Ich bleibe allerdings lieber bei meinem entspannten Teeschlürfen zum Runterkommen.

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